„Was will ich eigentlich?“

Eine fiese Frage!

Hast Du sie Dir schonmal gestellt?
Oder vielleicht sogar schon mehrmals?
Hast Du eine Antwort darauf?

Ja? Wie war Deine Antwort? Ich bin neugierig: war sie klar und eindeutig?

Nein? Prima! Wenn Du magst, können wir ihr gemeinsam auf den Grund gehen.
Wenn Du Dich ein bisschen mit ihr befasst, ist sie garnicht mehr sooo unbequem – versprochen!

Der Weg dahin ist natürlich aber nicht immer ein Zuckerschlecken, denn Du musst bereit sein, wirklich über Dich, Dein Leben und Deine Entscheidungen nachzudenken – eine Grundvoraussetzung quasi.

Falls Du noch nicht so weit bist, kein Problem, die Frage läuft Dir nicht davon.
Aber, jetzt, wo Du ihr begegnet bist, verfolgt sie Dich vielleicht ein bisschen und wenn Du sie eh nicht los wirst, kannst Du Dich ihr auch gleich stellen.

Also los! Trau Dich!

Aber Achtung! Es gibt eine fiese Nebenwirkung!
Wenn Du Dir die Frage einmal so richtig gestellt hast, wirst Du sie nicht mehr los! Du fragst Dich dann echt ständig, in allen erdenklichen Situationen… das kann ganz schön nerven!

Als ich mir die fiese „was will ich eigentlich“- Frage letztes Jahr zum ersten Mal so richtig gestellt habe, war ich völlig überfordert.

So vieles in meinem Leben, Entscheidungen und Richtungsänderungen, ergaben sich entweder aus purem Zufall, Unvermeidlichem, Vernunft, Gelegenheit, den Erwartungen Anderer oder dem aktuellen Trend.
Vom Studienwunsch, dem Job, über den Haarschnitt bis zum Urlaubsziel – nie hab ich etwas so wirklich, wirklich gewollt – ich hab´s halt gemacht und gedacht, wenn alle das wollten, dann will ich das eben auch!

Und letztes Jahr hatte ich dann den Salat – ich war unzufrieden, unglücklich und hatte keine Ahnung, wie ich in diese Situation hineingeraten konnte. Ich hatte doch an alles gedacht!

Bis auf diese klitzekleine Kleinigkeit vielleicht: was will ich eigentlich?

Ich hatte unglaubliche Schwierigkeiten, diese Frage für mich zu beantworten, bezogen auf meine berufliche Situation ebenso, wie auf viele Aspekte in meinem Leben generell.

Ich habe zu der Zeit viel zu den Themen Selbstfindung und Selbstbestimmung gelesen und gegoogelt. Neben allen Methoden, die Frage zu beantworten, die ich bei meiner Recherche gefunden habe, möchte ich Dir eine vorstellen, die mir mit am besten geholfen hat.

Es ist das ganz simple Aufsplitten der Frage in ihre einzelnen Bestandteile: jedes Wort ergibt einen anderen Schwerpunkt.

So ergeben sich aus einer Frage vier verschiedene Fragen, die mit ihrem jeweiligen Schwerpunkt die Beantwortung der eigentlichen Frage erleichtern und gleichzeitig zum weiteren Nachdenken anregen.

Ich hab mich für mich Einiges an Klarheit schaffen können.

Jetzt bist Du dran:

Wende die folgenden Fragen auf den Lebensbereich an, in dem es gerade nicht so optimal läuft.
Nimm Dir Zeit und stell Dir die Fragen ganz in Ruhe, ohne Ablenkung, Druck und – vor Allem – nur Dir selbst!
Hab keine Angst vor Deinen eigenen Gedanken und verbiete sie Dir nicht.
Es geht erst einmal nicht darum, ob das, was Du willst, im Moment realisierbar ist.

Stell Dir einfach vor, alles wäre möglich.

WAS will ich eigentlich?

Gibt es etwas, das Dir immer schon ewig im Hinterkopf herumschwirrt? Vielleicht ein Berufswunsch aus Kindertagen oder ein Projekt, über das Du insgeheim schon lange nachdenkst? Möchtest Du ein Instrument lernen oder in einer andern Stadt leben? Eine Katze aus dem Tierheim holen oder allein auf dem Motorrad bis nach China fahren?

Lass vor Deinem inneren Auge ein Bild entstehen!

Was WILL ich eigentlich?

Das was Du vor Dir siehst, findest Du die Vorstellung ganz nett, ist es eine Option oder willst Du wirklich? Löst das Bild Freude oder Sehnsucht in Dir aus? Wenn Du nichts spüren kannst, ist es dann das was Du wirklich und echt willst?

Versuche, das Gefühl festzuhalten – genieß es!

Was will ICH eigentlich?

Ist das ganz sicher DEIN Wunsch? Oder sieht Du nur die Phantasie von jemand anderem, dessen Traum Dir ebenfalls ganz gut gefällt? Kommt der Wunsch wirklich von Dir oder lässt Du Dich von der Begeisterung anderer mitreißen? Oder folgst Du einem Trend? Hier hilft es, mal zu schauen, wo der Ursprung von Deinem „was“ liegt: Hast Du davon gehört oder gelesen oder ist die Idee in Dir selbst entstanden? Oder entspringt Dein Wunsch dem allgemeinen „Dasmachtmaneben“?

Falls Du Dir nicht sicher bist, schau Dir Dein „WAS“ oder die nächste Frage nochmal genauer an.

Was will ich EIGENTLICH?

Folgst Du einem Wunsch oder Gedanken, der gar nicht Dein eigener ist? Oder warst Du noch nicht mutig genug, den Umfang Deines „WAS“ genau festzulegen? Ist Dein Gedanke in Wirklichkeit größer, als Du bei der ersten Frage gedachst hast?

Greif nach den Sternen! Trau Dich!

Ich lass Dich mit Deinen Antworten mal ein bisschen allein…

Aber ich bin natürlich auch sehr neugierig!

Verrätst Du mir in den Kommentaren, was Du eigentlich willst?

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2 Kommentare

  • Magdalena

    Liebe Rebecca,
    das ist mal ein toller Ansatz – so genau habe ich mir die Frage noch nicht gestellt. Eigentlich denke ich, dass ich weiß, was ich will. Wenn ich aber deine Fragen damit abgleiche, bin ich mir nicht mehr so sicher. Eine tolle Anregung!!!

    LG
    Magdalena

    • stopstoppingyourself

      stopstoppingyourself

      Liebe Magdalena,

      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar!

      Ich freue mich, wenn Dir die Methode geholfen hat, mehr Klarheit in Deine Wünsche und Vorstellungen zu bringen.
      Ich bin gespannt, in wieweit sich Dein Wunsch, Dein Ich-Will, verändert hat.
      Hast Du Deinen Wunsch erweitert oder hat er sich sogar verändert?

      Viele liebe Grüße
      Rebecca

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