Vom Opfer zur Täterin – aber ganz anders!

Oder: 5 Tipps, wie Du Herausforderungen im Leben meisterst, ohne den Kopf in den Sand zu stecken!

Nee, heute erkläre ich dir nicht, wie du andere verprügelst!
Es gibt auch keine Mobbinganleitung!
Und wie man den perfekten Mord begeht, weiß ich auch nicht!
(Falls das so wäre, würde ich einen Bestseller schreiben!)

Sorry!

Es ist ein bisschen anders:
Die heutige Täterin kommt von tun! Aber Tuerin würde ziemlich nach Rechtschreibfehler aussehen und noch schlimmer nach Kauderwelsch klingen.

Und es geht heute um das Tun. Nämlich um das, was Du tun kannst – und solltest – wenn das Leben Dir Herausforderungen um die Ohren haut und Du am liebsten den Kopf in den Sand stecken oder Dich einfach nur komplett verkriechen willst.

Denn so geht es uns allen ab und zu!

Es gibt Tage, da lasse ich das Leben einfach ohne mich stattfinden.
Ich verlasse das Bett nur, um mich – mit kleinem Umweg über die Küche – direkt wieder auf dem Sofa in die Decke einzurollen. Ich schaue den ganzen Tag Quatsch im TV, möchte mit niemandem sprechen, nehme das Handy nur zum Candy Crush spielen in die Hand, ignoriere alle Nachrichten, futtere Unmengen Spagtommoz und muss einfach garnichts, bis ich abends nur deshalb vom Sofa aufstehe, um wieder ins Bett zu kriechen.

Ich liebe diese Tage und ich brauche sie ganz dringend, um meine Akkus wieder aufzuladen und mich für das Leben um mich herum zu wappnen. Das einzig nicht Optimale an so einem Tag ist die Tatsache, dass ich mir abends nichts Bequemes mehr anziehen kann, wenn ich den Tag eh schon im Schlafanzug verbracht habe.

Einfach herrlich!

Dann gibt es aber auch die Tage, an denen ich das faul sein nicht genießen kann. An denen ich Zeit für alles Mögliche hätte, zum Beispiel dafür, wirklich einen Tag für mich zu haben, mir etwas Gutes zu tun, wie endlich mal meinen Massagegutschein einzulösen. Aber an denen ich stattdessen einfach nur da hänge, wie ein Schluck Wasser in der Kurve, und zu nichts zu motivieren bin – ich fühle mich einfach schrecklich dabei.

Dazu bin ich an diesen Tagen auch immer sehr fies zu mir selbst und tue mir deshalb auch noch furchtbar leid.
Ich bin also quasi mein eigenes Opfer!

Typischerweise treten diese Tage immer im Rudel auf.

Und – oh Wunder – immer dann, wenn mir das Leben eine Herausforderung präsentiert, die ich nicht so ganz einordnen kann, die mich überfordert und der ich mich nicht so ganz gewachsen fühle.
Manchmal sogar selbst dann, wenn ich selbst die Herausforderung initiiert habe.

Wir können die Herausforderungen in unserem Leben nicht immer beeinflussen, aber wir können beeinflussen, wie wir damit umgehen!Dabei können die Herausforderungen komplett unterschiedlich sein und alle auch emotional völlig unterschiedlich wahrgenommen werden: ob Jobwechsel, Prüfungen, Krankheiten, Konflikte – sie alle fordern uns auf ganz unterschiedliche Weise heraus und treffen uns auch auf völlig unterschiedliche Weise.

Was sie alle gemeinsam haben, ist das Gefühl der Überforderung und des sich-nicht-wehren-Könnens: wir fühlen uns als Opfer.

Über die Opferrolle haben wir uns ja bereits ausführlich unterhalten, aber um die geht es heute nicht!

Heute werden wir zu Täterinnen!

5 Tipps, wie Du Herausforderungen meistern kannst, ohne den Kopf in den Sand zu stecken:

(Alle persönlich erprobt und für absolut hilfreich befunden!)

1. Sei aktiv! 



Such Dir Deine Herausforderungen selbst aus. Je passiver du Dich in Deinem Leben einrichtest, desto mehr hast Du das Gefühl, keine Kontrolle über die Ereignisse in Deinem Leben zu haben. 
Triff bewusst Entscheidungen, bevor Du gezwungen wirst, sie zu treffen, weil du keine andere Möglichkeit hast. 
Du bist der Boss! Und vor allem der Boss Deiner Entscheidungen!

2. Pass auf! 


Unterschätze die Herausforderungen nicht! 
Wir erleben in unserem Leben viele belastende Situationen, in denen es für uns überhaupt nicht verwunderlich ist, dass wir ins Straucheln kommen. Aber selbst superdupertolle Veränderungen, zu denen Du Dich selbst entschieden hast, können Herausforderungen sein, denen Du Dich auf einmal nicht mehr gewachsen fühlst. 


3. Räum auf!


Schau mal in Deine Gefühlshaushaltbesteckschublade und räum sie mal ordentlich auf: was fühlst Du?
 Spiel Deine Emotionen nicht herunter: nicht vor anderen und erst recht nicht vor Dir selbst. Sei ehrlich zu Dir selbst, fühle tief in Dich hinein und lass Deine Gefühle einfach zu – es ist völlig ok, sich so zu fühlen!

4. Mach was!


Viele Situationen können wir tatsächlich nicht beeinflussen, aber wir müssen sie auch nicht ohnmächtig akzeptieren. 
Sei aktiv, auch wenn Du in der eigentlichen Situation nicht viel ausrichten kannst. Triff Entscheidungen in anderen Lebensbereichen und sei es, dass Du bewusst die Entscheidung triffst, an einem bestimmten Tag keine Entscheidung zu treffen.



5. Du darfst! 


Nimm dir gezielt Zeit zum hadern und überfordert sein! Gerade bei traurigen und angstbehafteten Ereignissen ist es wichtig, dass Du Dir auch die Zeit für Dich zum traurig sein und Angst haben nimmst.
 Aber setz Dir eine Deadline, nach der Du wieder gezielt Dinge anpackst und Deine Ohnmacht bewusst abschüttelst.

Egal, was gerade Dein Leben durcheinander wirbelt, mach die Augen auf und schau es Dir an!

Du kriegst das hin!

Wie gehst Du mit Herausforderungen um?
Hast du noch Tipps und Tricks?
Was hilft Dir, wenn Dir Dein Leben um die Ohren rauscht?

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